Geschichte
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Die Ursprünge von Burg Vlassrath liegen im 13. Jahrhundert. Die erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1320 belegt die Existenz einer Mühle, was eine dazugehörige Burg voraussetzt.
Die Stärke und der strategische Wert der Burg Vlassrath wird durch die in einer Urkunde von 1432 benutzte Bezeichnung
„Slot“ deutlich. Mit Schloss bezeichnet man im 14. und 15. Jahrhundert einen Wehr-
bau, der in der Lage war, Hab und Gut, sowie Leib und Leben vor einem Angreifer „abzuschließen“.
Seit dem frühen 15. Jahrhundert war die Burg mit der Stadt Straelen verbunden, da die Herren auf Vlassrath als Droste von Straelen deren Verwaltung wahrnahmen.
Besonders prägend für die Gestalt der Burg war die Familie von Brempt, die von 1441 bis 1642 auf Vlassrath gelebt hat. Insbesondere ist in diesem Zusammenhang der Renaissancekamin aus dem Jahre 1613 zu nennen, der für Johannes von Brempt und seine Frau Johanna Berge zu Trips angefertigt wurde.
Im Verlauf des folgenden Jahrhunderts wechselten die Eigentümer häufig, bis im Jahre 1747 die Grafen von Varo mit Vlassrath belehnt wurden. Von diesen erbten die Reichsfreiherren Geyr von Schweppenburg im Jahre 1876 die Anlage, in deren Eigentum sie sich noch heute befindet.
Wie bedeutend Vlassrath seit dem 14. Jahrhundert gewesen ist, zeigt die Tatsache, dass die Burg Mittelpunkt eines ausgedehnten Grundbesitzes war. Zu ihm gehörten 29 Lehen – bestehend aus Äckern, Höfen, Häusern und Mühlen. Um den zahlreichen Lehnsurkunden Rechtskraft zu verleihen, wurde im 18. Jahrhundert sogar ein eigenes Lehnssiegel verwandt.



